Kampfbericht vom 13.04.2013 in Fraureuth

Hunderte Kampfsportbegeisterte strömten am Samstag, den 13. April in die Erich-Glowatzky-Halle nach Fraureuth, um live beim Fight Club dabei zu sein. An diesem Abend warteten insgesamt 14 abwechslungsreiche und spannende Kämpfe auf die angereisten Gäste. Bereits bei der Kämpfervorstellung wurde klar, dass es wieder heiß her gehen würde im Ring und das nicht nur in den Rundenpausen durch die begleitenden Nummerngirls. Gekämpft wurde an diesem Abend im Kickboxen, Thai Boxen, nach K1 Regel, im klassischen Boxen sowie nach MMA-Regeln. In der letzteren Disziplin sollte sogar ein Titelkampf um die Deutsche Meisterschaft ausgetragen werden. Aber von Anfang an.

Den Eröffnungskampf, vor einer fast ausverkauften Halle, bestritten Baris Tasyr aus Bremen und Maximilian Drechsel aus Thalheim über 3x2 Minuten nach K1 Regeln. Da beide Kämpfer noch unter 18 Jahre waren, wurde dieser Kampf mit Kopfschutz und Schienbeinschutz ausgetragen. Beide Kämpfer fanden mit Beginn der ersten Runde gut in den Kampf. Maximilian stellte im Ring den etwas passiveren Part dar, blieb aber kompakt in der Deckung stehen und blockte Baris Schläge und Kicks. Beide Kämpfer wiesen über die gesamten drei Runden eine gute Kondition und saubere Technik auf. Lediglich in der dritten Runde wurde der Kampf vom Ringrichter, wegen eines Tiefschlags an Baris kurz unterbrochen. Da von Maximilian jedoch keine Absicht ausging, kam es zu keinem Punktabzug. Nach den vollen drei Runden ging der erste Sieg des Abends nach Punkten an die Ecke von Baris Tasyr.

Gleich im Anschluss ging es mit zwei 115kg Männern richtig schwer zur Sache. Christof Jäger aus Jena stand sich über 3x2 Minuten im K1 mit Stev Bach aus Plauen im Ring gegenüber. Nachdem beide Kämpfer in der ersten Runde noch harte Schläge und Kicks an den Mann brachten und Christof einige aufeinander folgende Schläge an den Kopf von Stev bringen konnte, hatten beide Kämpfer ab der zweiten Runde immer mehr mit der eigenen Kondition zu kämpfen. Trotz dieser konditionellen Probleme bissen beide Kämpfer die Zähne zusammen und gingen über die volle Distanz. Am Ende siegte in diesem Kampf Christof Jäger nach Punkten.

Den ersten und einzigen Kickboxkampf des Abends bestritten Juri Gebert aus Leipzig und Klaus Jahn aus Roßwein. Juri der gegenüber seinem Gegner aus Roßwein einen Größenvorteil mit in den Ring brachte bestimmte mit dem Gong zur ersten Runde das geschehen im Ring. Nach den ersten harten Treffern auf den Oberschenkel von Klaus machte Juri sich diese Stelle zu nutze um ihn weiter zu schwächen. Nach einer Serie von Lowkicks brachte er Klaus gegen Ende der ersten Runde mit einem Kick zum Kopf zu Boden, so dass dieser angezählt werden musste. Die gleichen Techniken nutze Juri dann auch in der zweiten Runde und traf Klaus letztendlich wiederholt so stark am Kopf das dieser zu Boden ging und der Kampf durch
die Trainer abgebrochen wurde. Der Sieg nach Aufgabe in der zweiten Runde ging somit nach Leipzig an Juri Gebert.

Applaudierend und jubelnd stand das Publikum bereits hinter Michael Stolze, noch bevor dieser die Halle zu seinem Kampf betreten hatte. Mit der allen bekannten Einlaufmusik des "A-Team" hatte der Kämpfer aus Magdeburg vor dem Kampf bereits den Nerv des Publikums getroffen. Michael stand sich in diesem K1 Kampf mit Patric Böttcher aus Thalheim im Ring gegenüber. Die erste Runde verlief noch ruhig in der Menge der Aktionen aber dennoch bereits explosiv in deren Ausführung. Beide Kämpfer tasteten sich an den Gegner und seine Stärken heran. Mit der zweiten Runde ging Michael in die Vollen und deckte seinen Gegner mit Schlägen und Kicks ein. Patric blieb kompakt in der Deckung und hielt diesen Angriffen stand.
Nach mehreren gesprungenen Knien zum Kopf von Patric bekam dieser einen Cut an der Nase. Diese Stelle versuchte Michael dann auch in der dritten Runde mit Schlägen zum Kopf zu treffen. Der Ringrichter unterbrach den Kampf kurz um die Blutung zu stoppen. Beide Kämpfer bewiesen bis zur letzten Minute eine gute Kondition in diesem Kampf und nach 3x 2 Minuten ging der Sieg nach Punkten an Michael Stolze.

Emanuel Sowa aus Zwickau, der sein Debütkampf an diese Abend bestritt, traf im Ring auf Christoph Koschel aus Rositz. Gekämpft wurde über 3x2 Minuten K1. Emanuel der fast einen Kopf kleiner war als Christoph stieg mit einer schnellen Schlagkombination in den Kampf ein, die Christoph jedoch mit einem Konter zu beantworten wusste. Nach einigen schnellen Schlagserien beenden die beiden diese ausgewogene erste Runde. Mit der zweiten Runde machten sich bei beiden Kämpfern konditionelle Probleme breit und beide hatten Mühe ihre Schläge und Kicks wirkungsvoll an den Körper des Gegners zu bringen. Dennoch hielten beide Kämpfer bis zum Ende der dritten Runde durch und Emanuel Sowa gewann seinen Debütkampf in Fraureuth nach Punkten.

Edgar Manz aus Meiningen und Stephan Weber aus Plauen, beide mit einem Kampfgewicht von 70 kg absolvierten den sechsten Kampf des Abends. Auch diese beiden Kämpfer kämpften über 3x2 Minuten im K1. Nach einer ausgewogenen ersten Runde schenkten die beiden sich ab der zweiten Runde keinen Zentimeter mehr im Ring. Nach einem Tiefschlag musste Stephan kurz Luft holen, fand aber sofort wieder in den Kampf. Beide Kämpfer gingen mit schnellen Schlag-, Kickkombinationen gegen den anderen vor. Die Halle feuerte Stephan lautstark an, als dieser auch mit einer blutenden Nase seinen Biss beibehielt. Nach einer ebenfalls kraftvollen dritten Runde entschied Edgar Manz den Kampf nach Punkten für sich.

Den letzten Kampf vor der Pause und der Chance für die Gäste kurz zu Verschnaufen,  bevor es mit weiteren sieben spannenden Kämpfen weiter ging, bestritten Rocky Stöbe aus Leipzig und Robert Wels aus Zwickau. Robert stieg in den Kampf mit mehreren aufeinander folgenden  Kombinationen ein und schickt Rocky damit gleich zu beginn des Kampfes in die Seile. Nach diesem "Ausflug" findet Rocky auch in den Kampf. Rocky, der aus dem Boxsport kommt deckt Robert mit Schlägen zum Kopf und Körper ein und Robert kontert diese Angriffe mit Knie und Kicks. Beide Kämpfer starten mit einer schlagkräftigen ersten Runde. In der zweiten Runde zwingt Rocky seinen Gegner immer mehr in die Deckung, aus der sich Robert aber immer wieder gut lösen kann, um eigene Aktionen gegen seinen Gegner zu starten. Gegen Ende der zweiten Runde wird Robert durch einen Tiefschlag zu Boden gebracht. In der dritten Runde kann Rocky einen kleinen konditionellen Vorteil aufbauen. Beide Kämpfer bringen immer wieder gute Aktionen zum Körper des anderen, bis Robert erneut wegen eines Tiefschlages zu Boden geht. Auch die Worte seines Trainers können die Schmerzen nicht lindern und so dauerte es einen Augenblick bis der Kampf
fortgesetzt werden kann. Robert Wels kann sich nach drei Runden K1 über einen Sieg nach Punkten freuen.

Die darauf folgende halbstündige Pause nutzten die Gäste um sich zu stärken und um die bisherigen Kämpfe auszuwerten. Der Veranstalter nutzte wiederholt an diesem Abend die Zeit um sich bei den Sponsoren, ohne diese eine solche Veranstaltung nicht möglich wäre, für ihre Unterstützung zu bedanken. Dies betrifft z.B. RO Automobile aus Zwickau, Randy Engelhardt mit seinem Tattoo-Studio „Heaven of Colours“, den Sportpark Zwickau, die Firma Sound-Base Veranstaltungstechnik aus Triebes und den Argus Sicherheitsdienst aus Chemnitz um vorerst nur Einige zu nennen.

Den Auftakt zum zweiten Teil des Abends mit einem MMA Kampf über volle zwei Runden machten Holger Seika aus Dresden und Thomas Hermann aus Zwickau. Innerhalb der ersten Minute bringt Holger seinen Gegner zu Boden und bringt sich sicher auf ihn. Nach dem blocken einiger Schläge zu seinem Kopf gelingt es Thomas sich zu lösen und Holger auf den Boden des Ringes zu bringen. Nachdem sich der Kampf immer mehr in die Ringseile verlagert hat, unterbricht der Ringrichter den Kampf mit einem Freeze und holt die Kämpfer zurück in die Ringmitte. Die vollen fünf Minuten lassen die beiden Kämpfer keine Luft aneinander und gehen unter tosenden Applaus der Halle in die Kampfpause. In der zweiten Runde gelingt es diesmal Thomas seinen Gegner zu Boden zu bringen und diesen fest in den verschiedensten Griffen dort zu halten. Nachdem die beiden auch in dieser fünf Minuten andauernden Runde kontinuierlich Schläge kassierten und harte Treffer austeilten, ging am Ende der Sieg nach Punkten an Thomas Hermann aus Zwickau.

Im klassischen Boxen trafen danach Marcus Kotke aus Leipzig und Mario Müller aus Zwickau aufeinander. Marcus, der einen Kopf größer als sein Gegner war, konnte sich diesen Größenunterschied anfangs nicht so recht zum Nutzen machen und so hatten beide Kämpfer in der ersten Runde ihre Schwierigkeiten die richtige Distanz zu finden. Als man sich dann aufeinander eingestellt hatte platzierte Mario seine Treffer vermehrt am Körper von Marcus, der wiederum mit seinen Schlägen an dessen Kopf durch kam. In der zweiten Runde schraubten beide ihr Tempo im Kampfgeschehen etwas runter. Beide fanden letztendlich die für sich passenden Stärken in dem Kampf und so behielt man die Taktik ohne große Experimente bei. Mario ging mit seinen Schlägen vermehrt auf den Körper und Marcus auf den Kopf des Gegners. Nach dem Aus der letzten Runde erklärte das Kampfgericht Marcus Kotke zum Sieger nach Punkten.

3x 2 Minuten harten K1 Sport zeigten auch Stefan Aytan aus Bremen und Martin Peterson aus Leipzig in ihrem Kampf. Von Beginn an konnte Martin gute Akzente bei seinem Gegner setzen, bis Stefan nach kurzer Zeit auch in den Kampf gefunden hatte und diese konterte. Mit jedem harten Treffer der durch die Halle schallte, wurde diese ruhiger und das Publikum beobachtete gespannt das Kampfgeschehen im Ring. Beide zeigten über die volle Rundenzahl beste Kondition und einen technisch einwandfreien Kampf, bis Martin in der dritten Runde zu Boden geht und angezählt wird. Da dieser "Niederschlag" durch einen versehentlichen Tiefschlag verursacht wurde, wurde das Kampfgericht vom Ringrichter angewiesen diesen nicht als Minuspunkt zu werten. Am Ende dieses Kampfes ging der Sieg nach Punkten, an die blaue Ecke und somit an Martin Peterson.

Für den darauf folgenden Kampf betraten Jahn Weidhass aus Treuen und Andy Otzovski aus Zwickau den Ring. Auch dieser Kampf wurde nach K1 Regeln ausgetragen. Andy startet mit einigen Schlag-, Kickkombinationen in die noch verhaltene erste Runde. John wirkt anfangs noch etwas nervös, festigte sich dann aber auch von Minute zu Minute mehr. Beide Kämpfer kamen gut durch die Runden und Andy setzte mehrfach Lowkicks an Johns Oberschenkel. In der dritten Runde machte John noch mal mit guten Aktionen auf sich aufmerksam, musste sich aber letztendlich Andy nach Punkten geschlagen geben. Der Sieg ging somit nach Zwickau an Andy Otzovski.

Zwei K1 Kämpfe standen noch bevor, bis es endlich beim letzten Kampf des Fight Clubs in Fraureuth um den Deutschen Meister Titel im MMA ging. Niclas Stolze aus Magdeburg und Mario Platz aus Rositz, machten sich für diesen Kampf bereit. Durch einige harte Treffer, die Niclas mit seinen Kicks gleich in der ersten Runde am  Kopf von Mario platzierte, ging Dieser in  Runde 1 gleich zwei Mal zu Boden und musste angezählt werden. Nach diesem Einstieg sah es so aus als würde dieser Kampf ein vorzeitiges Ende nehmen aber Mario machte dem einen Strich durch die Rechnung und kam immer wieder auf die Beine. Die zweite Runde begann gleich wieder mit einem Kick von Niclas an den Kopf von Mario, der diesen aber zu kontern wusste. Marion gelang es in dieser Runde seinen Gegner mit Schlägen zum Körper und Kopf in die Defensive zu bringen. Auch in Runde drei nimmt sich Niclas etwas zurück, kann aber dennoch gute Treffer landen und gewinnt am Ende diesen harten Kampf für sich. Der Sieger nach Punkten hieß somit Niclas Stolze.

Kampf Nr. 13 sollte nicht länger als zehn Sekunden dauern und ein "ungewöhnliches" Ende nehmen. Grigorie Winiki aus Leipzig traf hier im Ring auf Toni Wagner aus Zwickau. Angesetzt war auch dieser Kampf nach K1 Regeln. Mit dem Gong zur ersten Runde ging Grigorie direkt in die Offensive und attackierte Toni sofort mit einer Schlag- und Trittserie, bis dieser nach gerade mal zehn Sekunden hart getroffen zu Boden ging und der Kampf abgebrochen werden musste. Es verstrichen noch einige Minuten bis das Kampfgericht nach einer Besprechung das Ergebnis des Kampfes bekannt geben konnte, denn so eindeutig wie es für die Zuschauer aussah war es in keinem Fall. Bei seinem harten Angriff gegen Toni traf Grigorie diesen mehrfach mit, nach den festgesetzten Regelwerk verbotenen Kniestößen am Kopf. Durch dieses Einsetzen regelwidriger Kampftechniken wurde Grigorie vom Kampfgericht disqualifiziert und der Sieg ging wiedererwartend an Toni Wagner.


Nun stand er bevor, der Titelkampf des Abends. Aber nicht genug das man um den Titel "Deutscher Meister im MMA der Fight Club Association" kämpfte. Es handelte sich hierbei nämlich auch um den einzigen Frauenkampf der Veranstaltung. Tanja Hofmann aus Vilshofen und Jana Lorenz aus Plauen wollten sich beide diesen Titel holen. Die beiden durchtrainierten Frauen brachten jeweils 53kg auf die Waage und waren top motiviert, alles zu geben. Nach dem Spielen der Nationalhymne und der Präsentation des Meisterschaftsgürtels wartete die Halle gespannt auf den Beginn des Kampfes. Mit dem Gong tasteten sich beide Kämpferinnen kurz an, bis Jana ihre Gegnerin mit einem Hebel zu Boden brachte. Dieser gelang es jedoch dies für sich zu entscheiden und brachte Jana am Boden unter sich. Nach einem wechselnden Schlagabtausch brachte Tanja sich mit einem Griff in eine so gute Position, dass Jana abklatschen und aufgeben musste. Die neue Deutsche Meisterin im MMA des Fight Club Association Verbandes heißt damit Tanja Hofmann und kommt aus Vilshofen.

Mit diesem Kampf endete dieser, mit sportlichen Höchstleitungen voll gepackte Kampfabend und der Veranstalter bedankte sich bei allen Sportlern und Aktiven, bei den angereisten Gästen und natürlich bei seinen Sponsoren, ohne die alle eine solche Veranstaltung nicht möglich wäre. Zu den, neben weiter oben bereits aufgeführten Sponsoren gehören auch der Elektro Internethandel "Electobia" aus Plauen, der Nutzfahrzeughandel "Transport und Logistik“ Carolin Pflug aus Plauen, der Grill Imbiss Peter Neidel aus Oelsnitz, die Haarmacher von "Lock-In“ aus Reichenbach, der SUP Sicherheitsdienst und das Mitsubishi Autohaus Schmidt und Söhne aus Zwickau.


Vielen Dank an all diese Sponsoren.

Der nächste Fight Club findet am 24. November in Plauen statt.